Am 04. Mai 2021 konnten sich die Schülerinnen und Schüler des Physikwahlpflichtfachs am Gymnasium St. Veit über Glück im Unglück freuen. Da die Reise zum europäischen Kernforschungszentrum CERN für die diesjährigen Maturantinnen und Maturanten abgesagt wurde, erhielten sie als nachfolgende Schulstufe nämlich einen exklusiven Vortrag von einem Mitarbeiter am renommiertesten Zentrum für physikalische Grundlagenforschung der Welt.

Eckdaten zum CERN

(von Anna Hunger, Katharina Stromberger und Nicole Strutzmann, alle 7b)

  • Conseil européen pour la recherche nucléaire
  • Gründung: 29. September 1954 bei Genf in der Schweiz
  • bekannt für den 27 Kilometer umfassenden LHC (Large Hadron Collider)
  • vier große Experimente: ATLAS, CMS, LHCb, ALICE
  • Budget: 1,1 Milliarden Euro über öffentliche Einrichtungen
  • 2.400 Mitarbeiter, 900 Studenten, 11.000 Gastwissenschaftler
  • internationaler Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler: Beamline for schools
Ansicht des ATLAS-Experiments (Quelle: https://home.cern/science/experiments/atlas. Eingesehen am 11.05.2021, 18:29 MESZ)

Ansicht des ATLAS-Experiments (Quelle: https://home.cern/science/experiments/atlas. Eingesehen am 11.05.2021, 18:29 MESZ)

Vorstellung des Referenten

(von Anna Hunger, Katharina Stromberger und Nicole Strutzmann, alle 7b)

Der Vortrag wurde von Markus Joos, welcher als Ingenieur am CERN arbeitet, gehalten. Er ist seit 1993 Mitarbeiter am CERN und absolvierte das Studium der Physikalischen Technik. Zurzeit besteht seine Aufgabe darin, gemeinsam mit anderen Mitarbeitern die Software für das Experiment ATLAS zu entwickeln. Außerdem ist Herr Joos im Projektmanagement, in der Ausbildung von Lehrlingen und in der Öffentlichkeitsarbeit tätig.

Der zeitbeschleunigende Vortrag über Teilchenbeschleuniger

(von Matthias Ogris, 7b)

Zu Beginn der Präsentation brachte Herr Joos uns Schülerinnen und Schülern die vier Aufgaben des CERN näher, die aus der Grundlagenforschung, der Ausbildung, dem Technologietransfer und der internationalen Zusammenarbeit bestehen. Besonders auf die Grundlagenforschung wurde in den folgenden dreißig Minuten eingegangen, wir erhielten eine Einführung in die Funktionsweise von Teilchenbeschleunigern, in denen Teilchen durch elektrische Felder beschleunigt werden. Besonders beeindruckend fand ich hierbei, dass die dazu nötigen Stromleitungen permanent mit flüssigem Helium gekühlt werden müssen, nur so kann von supraleitenden Eigenschaften profitiert werden. Bedenkt man dann noch, dass der LHC (Large Hadron Collider), der größte der Ringbeschleuniger am CERN, einen Umfang von 27 Kilometern aufweist und in der gesamten Anlage 220.000 Kilometer supraleitender Draht verlegt sind, wird einem das Ausmaß dieser Anlage erst bewusst.

Anschließend wurden wir mit den Nachweismöglichkeiten von kleinsten Teilchen, wie sie am CERN untersucht werden, vertraut gemacht. Über früher verwendete Blasenkammern und ATLAS, einem riesigen elektronischen Teilchendetektor mit 100 Millionen Sensoren, wissen wir nun Bescheid. Mit ATLAS konnte 2012 zum Beispiel der Zerfall von Higgs-Teilchen, der nur extrem selten stattfindet, nachgewiesen werden. Dadurch ist man der Antwort auf die Frage, warum Teilchen überhaupt Masse haben, einen großen Schritt näher gekommen. Und wer weiß, welche Entdeckungen in Zukunft noch am CERN gemacht werden und das Standardmodell der Teilchenphysik verändern könnten? Rätsel gibt es auf jeden Fall im Überfluss, es ist beispielsweise noch nicht geklärt, wodurch Galaxien zusammengehalten werden.

Der LHC (Large Hadron Collider) in seinem 27 Kilometer langen Tunnel (Quelle: https://home.cern/news/news/accelerators/record-luminosity-well-done-lhc. Abgerufen am 11.05.2021, 18:29 MESZ)

Der LHC (Large Hadron Collider) in seinem 27 Kilometer langen Tunnel
(Quelle: https://home.cern/news/news/accelerators/record-luminosity-well-done-lhc. Abgerufen am 11.05.2021, 18:29 MESZ)

Großes Eigeninteresse der Schülerinnen und Schüler

(von Ariel Germek, 7a)

Natürlich hatten die interessierten Schülerinnen und Schüler auch vorab Fragen an Herrn Joos vorbereitet. Diese Fragen behandelten vor allem die Experimente, die derzeit am CERN durchgeführt werden. Eine recht fachspezifische Frage behandelte Messergebnisse eines vor kurzem durchgeführten Experiments, die nicht exakt mit der theoretischen Vorhersage übereinstimmten. Ein Schüler wollte über das Vorgehen nach solch einem vermeintlichen Super-Gau der theoretischen Physik informiert werden.

Laut Herrn Joos müsste eine solche Abweichung zur theoretischen Vorhersage jedoch nicht zwingend eine Falsifizierung der Theorie bedeuten, es könne viele Begründungen geben. Sowohl die Messergebnisse als auch deren Interpretation könnten nämlich fehlerhaft sein. Davon abgesehen besäßen die Ergebnisse noch keine statistische Signifikanz. Falls sich jedoch tatsächlich herausstellen sollte, dass die Theorie mit dem Experiment nicht im Einklang steht, müsste man freilich an der Theorie feilen und diese abändern.

Weiters wurde eine Frage über das im Vortrag erwähnte Higgs-Feld gestellt, welches vereinfacht dargestellt die Antwort der Quantenmechanik auf die Frage nach der Ursache der Masse ist. Ein weiterer Schüler verglich jenes Feld mit der Theorie des Äthers, welche bereits vor über einem Jahrhundert widerlegt wurde, und wollte wissen, wie sicher man sich denn über die Existenz des Higgs-Feldes sein könne. Herr Joos nannte dies einen interessanten Vergleich, betonte aber, dass der Äther im Gegensatz zum Higgs-Feld niemals experimentell nachgewiesen werden konnte. Dennoch könne man sich in der Wissenschaft niemals einer Sache voll und ganz sicher sein.

Ausgewählte Rückmeldungen der Schülerinnen

„Ich finde, der Vortrag war sehr informativ, da man sich nun die wissenswerten Dimensionen der Experimente viel besser vorstellen kann.“ – Anna Hunger, 7b

„Meiner Meinung nach war der Vortrag mehr als interessant. Man hat aus fast allen Bereichen sehr viel Neues erfahren und ich war wirklich erstaunt über den Umfang der Präsentation.“- Katharina Stromberger, 7b

„Besonders gut gefallen hat mir, dass man auch als Schülerin oder Studentin Möglichkeiten hat, bei der Forschung mithelfen zu können. Außerdem hat sich der Referent bemüht, all unsere Fragen so ausführlich und so verständlich wie möglich zu beantworten.“ – Nicole Strutzmann, 7b

Dieser Artikel entstand im Rahmen eines Gruppenschreibprojekts im Physikwahlpflichtfach.

Ohne Masken keinen Eintritt! Ausgangssperre! Nur noch ein paar Wochen und wir haben alles hinter uns!

Sollten wir uns das wirklich noch länger anhören?

Was man zu Beginn 2020 erst in einer der letzten Seiten in der Zeitung las, wurde zum heutigen Horror-Alltag vieler.
Corona wirkt sich nicht nur körperlich, sondern auch psychisch aus. Von den Freunden getrennt, manche sieht man ab und zu, manche bekommt man nur durch das Handy oder durch den Bildschirm zu Gesicht. Drei von fünf Tagen zuhause zu sitzen und denselben monotonen Tag wieder und wieder zu erleben, ist eine Qual. Doch es gibt kaum Besserungen. Haben wir dies verdient?

 

Erkennst du mich nicht?
Durch die Maskenpflicht, welche sich schon die längste Zeit zieht, kann man die  Gesichter nur noch draußen im Freien sehen. Man muss momentan schon extrem aufpassen, dass man nicht irgendjemanden über den Weg läuft, dessen halbes Gesicht man nicht erkennt. Wenn man nicht genau hinsieht dann sind gute Bekannte plötzlich Fremde. Ist das nicht traurig?

 

Schule als Nebengeräusch
Wenn einem nun das stundenlange vor dem PC Sitzen zu anstrengend wird, dann greift man schnell nach etwas anderem. Ob es das Handy, der Videospiel-Controller oder ein Schminkpinsel ist, ganz egal. Man muss nur die Menschen im PC reden lassen und auf Durchzug schalten. Nichts mitbekommen, nicht viel Arbeit, nicht der Aufmerksamkeit wert, so hat man währenddessen wenigstens ein bisschen Spaß.
Wo andere sich gehen lassen und seit ein paar Wochen nichts mehr vom Lehrstoff mitbekommen, eifern andere fleißig den restlichen Arbeitsaufträgen hinterher. Bekommen Lehrpersonen solche Handlungen immer mit?

 

Versprechen brechen oder umgehen
Jedes Monat wird ein neues Versprechen gegeben. Versprechen über Fortschritte, die es geben wird. Versprechen über Lockerungen der Coronamaßnahmen. Versprechen, Versprechen, Versprechen. Doch werden diese auch alle eingehalten? Nein! Und was passiert wenn diese nicht eingehalten werden? Sie umgehen das Versprechen. „Sie haben es ja nicht genau so gesagt.“ „Sie haben etwas anderes gemeint“. Können wir noch mehr davon ertragen? Klar wieso nicht, testet doch unsere Grenzen!

 

Wann endet nun die Maskenpflicht? Wann endet die Ausgangssperre? Wann endet der Abstand zu allem und jedem? Wann endet Corona?

Meiner Meinung nach: Corona kam, sah und siegte, denn Ende ist noch keines zu sehen.

 

Anja Mick

 JULIA WASTIAN ist Absolventin unserer Schule, sie hat vor einem Jahr hier maturiert. Derzeit nimmt sie bei STARMANIA teil und ist in die erste Finalrunde, die am Freitag, dem 16. April auf ORF1 über die Bühne geht, aufgestiegenSchon 2017 kam sie bei THE VOICE KIDS bis ins Finale. Sie ist 18 Jahre alt, studiert in Klagenfurt und ist auch auf YouTube zu finden (https://www.youtube.com/channel/UCa7TF73YTg0q7OMU-B0AHJA). Vielleicht erinnern sich auch einige noch daran, dass Julia alljährlich an unserer Schule eine Art Talente-Wettbewerb organisiert hat. Sie hat uns freundlicherweise via Teams folgendes Interview gegeben.  

Mit wie viel Jahren hast du angefangen zu singen und was war der Grund?  

J: Angefangen habe ich mit 12 Jahren, es war bei der Hochzeit meiner Cousine, als Überraschung. 

Wer hat dich zum Singen inspiriert? 

J: Ich war ein großer Lena -Fan, als ich zu The Voice Kids gegangen bin, aber mein größtes Idol ist Adele, weil sie einfach auf der Bühne eine beeindruckende Leistung abliefert.  

Wie bereitest du dich auf einen Auftritt vor? 

J: Nach der Generalprobe war ich sehr aufgeregt und unruhig, aber meine Betreuerinnen haben mir gut zugeredet und ich habe gelernt positiv zu denken. Auf der Bühne regelt das Adrenalin alles.  

Wie sehr wurdest du von Familie, Freunde oder Klassenkameraden unterstützt? 

J: Jetzt bekomme ich sehr viel Unterstützung von Familie und Freunden. Ich bekomme auch viele Videos, in denen ich sehe, dass meine Engsten sich über meinen Auftritt freuen. Als ich jünger war, gab es genug neidische Menschen. 

Bekommst du auch negative Kritik und wie gehst du damit um? 

J: Aus dem Internet bekomme ich hin und wieder negative Kommentare, doch die meisten denken nicht darüber nach, was sie sagenDer Großteil ist positiv, aber man sollte überlegen, welche Kommentare man an sich dran lässt und welche dich runterziehen.  

Welche Instrumente spielst du? 

J: Ich spiele Gitarre, Klavier und Ukulele.  

Welche gesangliche Ausbildung hattest du? 

J: Seit fünf Jahren nehme ich Gesangsunterricht in Klagenfurt.  

Auf welche deiner bisherigen Aufnahmen bist du am meisten stolz? 

J: Am meisten stolz bin ich auf die Aufnahme Bohemian Rhapsody.[Anm.: bisher 37 Mio. Aufrufe] 

Erzähle von deinem schönsten/schlimmsten Ereignis auf der Bühne? 

J: Das Schönste ist, wenn ich die Menschen im Publikum beeindrucken konnte. Zum Glück ist mir noch nie etwas Schlimmes auf der Bühne passiert.  

Was ist das Besondere an deiner Stimme? 

J: Ich glaube, dass ich einen hohen Wiedererkennungswert habe, da meine Stimmlagefür eine Frau, sehr tief ist. 

Hast du Tipps für jüngere Künstler, die auch mit Musik was erreichen wollen? 

J: Ich bin ja selbst erst 18, aber wichtig ist bestimmt, dass man an sich selbst glaubt und sich von negativen Sachen nicht zu sehr beeinflussen lässt. 

Was sind deine jetzigen und späteren Ziele? 

J: Castingshows machen mir sehr viel Spaß, trotzdem gehe ich nicht zum Casting mit der Einstellung, berühmter Popstar zu werden. Natürlich wäre das mein größter Traum, aber das funktioniert ja nur in den wenigsten Fällen. 

 

Liebe Julia, herzlichen Dank für das Interview und für die Finalrunden „ToiToiToi“! 

 

Sendungshinweis:  ORF1, Freitag, 16.4.2021, 20:15 Uhr: 1. Finalrunde 

 

(Text: Christina, Laura, Sophie und Xenia – 4A) 

 

Im ersten Teil dieser Reihe rund ums Internet wurde die diesem globalen Netzwerk zugrunde liegende Struktur behandelt. Es ist also bekannt, wie die digitale Welt aufgebaut und miteinander verbunden ist. Doch ebenso wie die bloße Anwesenheit einer Atmosphäre zwar das Sprechen auf der Erde ermöglicht, aber ohne Sprache und Sprecher keine Botschaft übertragen wird, müssen Daten über die bereits thematisierte Kommunikationsinfrastruktur nach einem gewissen Protokoll gesendet werden, damit das Netz funktionieren kann.

Was geht im Internet vor sich?

So gibt es zum Beispiel das Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) zum Verschicken von E-Mails oder das Hypertext Transfer Protocol (HTTP) zum Übertragen von Webseiten im World Wide Web (WWW). Das World Wide Web verkörpert die Gesamtheit aller existierenden Webseiten, es ist jedoch begrifflich nicht mit dem Internet gleichzusetzen, viel eher ist es nur ein Teilbereich des Internets. Das Hypertext Transfer Protocol selbst wurde von Tim Berners-Lee und seinem Team am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf entwickelt, im Jahr 1991 wurde die erste Webseite der Welt veröffentlicht. Sie ist noch heute unter diesem Link abrufbar. Doch was passiert eigentlich in dem Moment, in dem man auf eine Webseite zugreift?

Die Suche nach der Webseite

Um diesen Vorgang verstehen zu können, muss man wissen, dass eine Webseite aus mindestens einem Dokument, das also übertragen werden muss, besteht. Dieses Dokument ist auf einem mit dem Netz verbundenen Computer, dem sogenannten Webserver, gespeichert und kann auf Anfrage an einen beliebigen anderen Computer im Netz, den Client, gesendet werden. Gleich wie im realen Leben, wo jedem Haushalt unter einer bestimmten Adresse Post zugeschickt werden kann, verfügen auch Webserver und Client über eine Adresse, die sogenannte IP-Adresse (Internet Protocol Address), unter welcher sie erreichbar sind.

Wird nun der URL (Uniform Resource Locator) der Webseite, der eine für den Menschen lesbare Webseitenadresse in der Form https://www.gymstveit.at darstellt, in die Browserleiste eingegeben, fragt der Computer zunächst ein Domain Name System (DNS) nach der „wahren“ IP-Adresse hinter dem URL. Der Einsatz eines URLs erfolgt vor allem daher, dass IP-Adressen nur aus wirren Zahlen und anderen Zeichen bestehen und daher für den Menschen in der Praxis nicht merkbar sind. Sobald der Client die IP-Adresse des Servers herausgefunden hat, schickt er tatsächlich eine Anfrage an diesen und äußert, dass er die Webseitendatei gerne übermittelt bekäme. Ein Wunsch, dem der Webserver umgehend nachkommt. Wenn die einzelnen Datenpakete korrekt empfangen wurden, kümmert sich der Webbrowser um die grafische Darstellung der empfangenen Datei und der Benutzer kann die Webseite anschließend auf seinem Bildschirm sehen.

Quellen:
Robin Nixon. Learning PHP, MySQL & JavaScript. Sebastopol, Kalifornien: O’Reilly Media, 2018. ISBN: 978-1-491-97891-7.
https://science.orf.at/v2/stories/2789471/
https://praxistipps.chip.de/was-bedeutet-www-einfach-und-verstaendlich-erklaert_41241
https://t3n.de/news/erste-webseite-der-welt-666629/

Ein dröhnend lauter Schlag weckte sie. Er war so laut, dass sie sich ihre Finger gegen ihre Ohren pressen musste. Sie wollte liegen bleiben. Ohne zu wissen, wo sie war erschien ihr die Lage aussichtslos. Doch der Boden, auf dem sie lag, strahlte eisige Kälte aus. Also richtete sie sich auf, schaute sich um. Sie war in einem quadratischen Zimmer, der Boden, die Wände, die Decke, alles aus Beton. Nur eine kleine Öffnung an einer Wand, ein Fenster, ließ etwas Licht in den Raum dringen.

Gerade als sie aufstand, um aus dem Fenster zu schaute, schwang ein hölzerner Mast vor das Fenster, als er stehen blieb ertönte erneut ein ohrenbetäubender Schlag. Sie zuckte zurück, wagte aber anschließend doch den Blick nach außen. Vor ihr war nichts als Himmel, unter ihr ebenso, erst in weiter Tiefe, konnte sie, wie sie glaubte, Wolken feststellen. Das Einzige was da war, war der Turm, in dem sie sich scheinbar befand und der schier endlos nach untern ging, sich irgendwo tief unten mit den Wolken vereinte.

Über ihr war eine runde, weiße Scheibe, sie brauchte ein paar Augenblicke, bevor sie die Beschriftung richtig deutete und das Zifferblatt erkannte. Sie war in einer Uhr gefangen. Und ihr einziger Ausweg…. sie blickte nach unten. Es gab keinen. Da bewegte sich der Holzmast, der Zeiger, erneut und sein lauter Schlag fuhr ihr durch Mark und Bein. Sie war gefangen. Entmutigt trat sie zurück, stolperte dabei und fiel zu Boden. Eine schmale Flasche rollte unter ihr hervor, sie war dunkelgrün, zur Hälfte mit einer Flüssigkeit gefüllt. Nur ein Anhänger verriet mehr über den Inhalt: „Zurück in dein altes Leben.“ War das der einzige Weg?

Sie schloss ihre Augen, blieb am Boden liegen. Tag und Nacht wechselten sich ab, wie oft, sie hatte den Überblick verloren. Die Uhr schlug weiter vor sich hin. Das Leben ging weiter und doch hatte es für sie aufgehört. Denn sie war hier. Alleine. Eingesperrt im Nichts. Sie schloss ihre Augen. Auch die nächsten Tage brachten keine Ablenkung. Jede Minute war gleich. Und so fühlte sie sich alles wie immer und doch nie etwas normal an.

Es war Nacht draußen, als sie eine Entscheidung traf. Diese Flasche war die einzige Möglichkeit auf Veränderung. Und dieser leblose Lärm, dieses betäubend, stumme Gefängnis musste sie hinter sich lassen. Sie fischte nach der Flasche, setzte sie an. Einen dumpfen Gedanken in ihrem Hinterkopf ignorierend setzte sie an, nahm einen Schluck.

Ein dröhnend lauter Schlag weckte sie. Er war so laut, dass sie sich ihre Finger gegen ihre Ohren pressen musste. Sie wollte liegen bleiben. Ohne zu wissen, wo sie war erschien ihr die Lage aussichtslos. Ihr war kalt, also setzte sie sich auf. Sie sah, dass sie sich in einem quadratischen Raum befand. Alles war weiß. War es Keramik? Sie wusste es nicht. Da war nur ein Fenster, die Kraft dorthin zu gehen fehlte ihr. Eine Flasche stand nicht weit von ihr entfernt. Doch bei ihrem Anblick sank ihre Trauer noch mehr. Ein Schlag ertönte. Sie begann zu weinen.

Sie wusste nicht, wie lange sie hier gelegen war. Jeder Schlag, fühlte sich wie ein echter Schlag an. Es war Tag, als sie sich entschied, aus der Flasche zu trinken. Sie war dunkelgrün, etwas weniger als zur Hälfte gefüllt. Auf dem Etikett stand: „Zurück in dein altes Leben.“

 

Sie hatte es gerade an ihre Lippe angesetzt, als sie einen Gedanken hatte. Er war leise, leicht zu überhören. Doch die Sonnenstrahlen, die sie berührten, waren energiebringend. Und sie hörte zu. Und ihr viel der Beton-Turm ein. Und der Holz-Turm, der Glas-, Schnee- und Sandstein-Turm. So viele Türme. So viele Wünsche, zurück zu gehen. Zurückzukehren. Ein unmöglicher Wunsch.

Da musste sie lächeln, weil sie verstand. Solang sie der Vergangenheit nachhing, sie eingesperrt von ihr, nie zu neuen Möglichkeiten finden würde. Also nahm sie den einzigen anderen Weg und kletterte aus dem Fenster. Sobald die frische Luft sie berührte, spürte sie ihr Flügeln, die sich an ihren Rücken geschmiegt hatten. Also flog sie, denn sie war ihr eigner Engel. Und sie flog. Auf, in ihr neues Leben.

Helena Autischer (HocHAKtuell)

Das Konzept des Netzes.

Das Internet ist ein gigantischer Rechnerzusammenschluss. Es besteht aus Computern, die miteinander durch Kabel oder drahtlose Verbindungen verbunden sind. Der Haken an der Sache: Man kann unmöglich jeden Rechner mit jedem verbinden, der Verkabelungsaufwand wüchse ins Unendliche – das wäre so, als würde man jeden Flughafen dieser Erde mit jedem anderen verbinden wollen. Ein grenzunmögliches Unterfangen. Was hat man sich also in der Luftfahrt überlegt?

Die Lösung des Problems sind Flughafendrehkreuze wie London Heathrow, wo regionale Flüge ankommen, damit die Passagiere von dort aus zu internationalen Zielen weiterreisen können. Umgemünzt auf das Internet bedeutet das, dass nun alle Rechner in einem lokalen Netzwerk an einen sogenannten Router angeschlossen sind. Jeder Computer braucht also nur eine Verbindung zum Router, dem „Datendrehkreuz“. Exakt nach dem Vorbild der Luftfahrt kann man nun mehrere Router, also internationale Flughäfen, zusammenschließen. Der Vorteil: Für jeden neu angeschlossenen Router wird lediglich eine Verbindung zu einem anderen notwendig, egal wie viele Rechner an diesem einen Router hängen. Das Netzwerk kann also effizient wachsen.

 

 

Tatsächliche Umsetzung und Möglichkeiten

Ganz so leicht ist es dann auch nicht. Während man in seinem Haushalt noch alles recht überschaubar verkabeln kann oder gar drahtlose Verbindungen ausreichen, stellt sich die Frage, wie denn das eigene lokale Netzwerk an das weltumfassende Netz angeschlossen werden soll. Das passiert durch bereits vorhandene Telefon- und Fernsehkabel oder das neuere Glasfasernetz, welches die schnellste dieser Varianten darstellt. Ein Modem ist für das Senden und Empfangen der Daten zuständig. Auch drahtlose Verbindungsarten sind möglich und werden vor allem mobil eingesetzt.

Um das Netzwerk auf weltweite Größendimensionen zu skalieren, enden diese Datenleitungen in Routern der Internetanbieter, die mit anderen Internetanbieterroutern über sogenannte Internetknoten verbunden sind. Durch deren geschickte örtliche Verteilung können Datenreisewege minimiert und die Geschwindigkeit gesteigert werden. Der größte Internetknoten der Welt befindet sich in Frankfurt am Main, wo bis zu zehn Terabit (zehn Billionen Bit) pro Sekunde übertragen werden. So kann in der Theorie jeder angeschlossene Rechner über das Netz erreicht werden, ein weltumspannendes Netz ist aus lauter kleineren Unternetzen entstanden.

Zu diesem Zeitpunkt ist also der Aufbau des Internets bekannt, sozusagen der internationale Flugplan. Wie die Daten tatsächlich durch das Internet „fliegen“, wird Thema des nächsten Artikels sein.

Abschiebungen

Die Abschiebungen von Schülerinnen und ihrer Familien aus Wien haben Ende Januar für Aufruhr in Politik und Gesellschaft gesorgt und eine Debatte um die Relevanz des Kindeswohls in Fragen um Bleiberecht und Migration losgetreten.

Vom 28. auf den 29. Januar wurden in Wien und Niederösterreich drei Schülerinnen und ihre Familien nach Georgien und Armenien abgeschoben, was die österreichische Migrationspolitik in ein fragliches Licht stellt. Das Vorgehen der Behörden stieß auf breiten Protest und schiere Empörung. Wie könne man denn Kinder, die in Österreich geboren worden und hier zur Schule gegangen sind, abschieben? Besonders die Abschiebung der 12-jährigen Tina nach Georgien rückte in den medialen Fokus.

 

Schüler*innen mobilisieren – WEGA räumt

Die Schüler des Stubenbastei-Gymnasiums, welches Tina bis vor kurzem besucht hat, haben sich gegen die Abschiebung ihrer Freundin und Mitschülerin gewehrt. So starteten sie eine Petition, welche dem ORF-Wien zufolge bereits am nächsten Tag 12.000 Unterschriften gesammelt hatte, und erhoben ihre Stimmen auf der Straße. In der Nacht, in der die Abschiebungen stattfanden, protestierten dutzende Mitschüler/innen und auch Politiker/innen in Sitzblockaden vor dem Abschiebezentrum gegen das Handeln der Behörden. Das Vorgehen der Polizei wurde stark kritisiert, da sich vor Ort die Spezialeinheit WEGA mit Schäferhunden und in voller Montur befand. Anwesende berichteten davon, an den Haaren gezogen worden zu sein und als der Polizeibus mit der Familie abgefahren war, sollen Beamte gerufen haben, „Ihr könnt ihnen jetzt nochmal winken“, wie aus einer nicht-verneinten Frage an den Innenminister Karl Nehammer im ZIB 2-Interview des folgenden Freitagabends hervorgeht. Die friedlichen Demonstrationen hielten auch nach der Nacht auf Freitag an, immer mit der vordergründigen Frage, wie angemessen solches Vorgehen gegen Kinder sei.

 

„Integration für Österreich“?

Bei den Wien-Wahlen im Oktober 2020 versprachen die Wahlplakate der ÖVP „Integration für Wien.“. Der Schulsprecher des Stubenbastei-Gymnasiums Theo Haas sprach im ZIB-Nacht-Interview am Folgetag der Abschiebungen von einer „perfekt-integrierten“ Familie, die in ein Land abgeschoben wurde, zu dem sie „eigentlich keinen richtigen Bezugspunkt“ hätte. Tatsächlich ist Österreich der Lebensmittelpunkt der Kinder gewesen, die georgische Sprache kann Tina zwar sprechen, aber weder schreiben noch lesen. Bereits integrierte Kinder und Familien abzuschieben ist wohl nicht zweckdienlich für Integrationspläne, genauso wenig wie das türkise Beharren darauf, dass geflüchtete Menschen, die in Österreich eine Ausbildung abgeschlossen haben, wegen negativem Asylbescheid weiterhin abgeschoben werden sollten. Das wäre den NEOS zufolge „wirtschaftlich dumm“ und würde sich auch dem Sozialminister Rudolf Anschober nach wirtschaftlich nicht rentieren, da die Ausbildungen hohe Investitionen seitens Österreichs in die Lehrlinge darstellen. Die ÖVP stellt sich quer und der Standard spricht von einem „Korb“ durch Integrationsministerin Raab.

Bei der Debatte um Integration geht es offensichtlich um mehr als „nur die Sprache gut zu lernen“, da Schulkind sein, eine abgeschlossene Lehre haben und Österreich als Heimat neben perfektem Deutsch nicht auszureichen scheinen.

 

Schuld und Recht

Auf den Straßen haben viele Menschen ihre Anteilnahme am Schicksal der Schülerinnen bekundet und auch die Politik zeigte sich betroffen. Neben den NEOS und der SPÖ hat der grüne Koalitionspartner das Vorgehen verurteilt und der Bundespräsident Alexander Van der Bellen forderte „menschliches Handeln“ und appellierte daran, „dem Wohl von Kindern und Jugendlichen Vorrang“ zu geben und Haas sprach von einer „in seinen Augen unmenschlichen Abschiebung“. Die Betroffenheit des Innenministers bezeichnet Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer indirekt als Heuchelei.

Der Innenminister verweist auf die Entscheidung der Gerichte und deren Prüfung, ob Tinas Familie nach sechs abgelehnten Anträgen Anspruch auf humanitäres Bleiberecht gehabt hätte. Da dies nicht der Fall gewesen ist, wurde die Zwangsabschiebung durchgeführt, „Recht ist Recht“ sagte er in der ZIB. Laut Ex-Justizministerin Maria Berger (SPÖ) aber sei die sofortige Abschiebung nicht verpflichtend gewesen und der Standard schreibt, das Innenministerium hätte beim Bundesverwaltungsgericht um die Erlaubnis zur Durchführung ersucht. Auf Twitter erklärt Berger, dass das Höchstgericht bloß einen Abschiebungsantrag des Bundesinnenministeriums genehmigt, nicht aber anordnet und „nach Prüfung der aktuellen Situation (Verhältnismäßigkeit, Kindeswohl) jederzeit von der Abschiebung Abstand“ genommen werden könnte.

Trotzdem sieht Nehammer keinen Bedarf in der Rücknahme der Familien und auf das Argument des Kinderwohls, vor allem in so schweren Zeiten einer Pandemie, reagiert er damit, dass die Eltern der Kinder das Asylrecht „missbraucht“ und ihre Kinder „in diese Lage gebracht“ hätten. Die Schuld gibt er besonders der Mutter, denn man habe „bewusst ignoriert“, dass von Anfang an klar gewesen sei, dass es keine Bleibeberechtigung für die Familie gibt. Eltern, die in Österreich, der Heimat ihrer Kinder, bloß das Beste für sie wollen, werden anscheinend auch nicht zur genüge geprüfte Abschiebungen und fehlendes Achten von Kinderrechten in diesen vorgeworfen, während sich die Rechtslage, auch Haas zufolge, ändern muss, falls sie solche genehmigt, beziehungsweise als unumgänglich ansieht.

In Zukunft soll sich eine von Vizekanzler Werner Kogler eingesetzte Kindeswohlkommission um den Stellenwert von Kinderrechten und Kindeswohl bei Entscheidungen zum Asyl- und Bleiberecht befassen. In der Sondernationalratssitzung zu den Abschiebungen stellten SPÖ und NEOS in einer heftigen Debatte den Antrag auf humanitäres Bleiberecht und Zurückholung der Kinder, wie die Presse schreibt. Vorab kündigten die Grünen an, „nicht gegen den Koalitionspartner ÖVP stimmen zu wollen.“ Für Tina gäbe es noch die Möglichkeit eines Schülervisums, das ihr den Aufenthalt nach dem Fristablauf der Einreisesperre bezüglich der Zwangsabschiebung ermöglichen würde, jedoch ohne ihrer Familie.

 

Emina Serdarevic

Wir erkennen den Wert des Wassers so lange nicht, bis die Quelle versiegt ist. Die Achtung und Wahrung unserer Umwelt sollte so essentiell sein, wie der Bedarf nach wirtschaftlichem Aufschwung, denn nur durch die Erkenntnis, nachhaltig zu handeln, wird uns die Vernunft zuteilwerden. Ökonomie und Ökologie ist dasselbe, Ökonomie ist kurzsichtige Ökologie und Ökologie ist auf lange Sich die beste Ökonomie (Konrad Lorenz). Dies haben wir zum Anlass genommen, ein Team für unsere Schule zu bilden, um als aktive Vertretung der Schülerschaft uns für die Umsetzung von Vorhaben zur Ökologisierung unserer Schule einzusetzen.

Was ist das Green Team?

2018 wurde, unter dem Vorwand das Bundesgymnasium St.Veit umweltfreundlich zu gestalten, ein Team aus Vordenkern gegründet. Wir sind ein Team, dass nicht notorisch den Nachrichten folgt und über die hiesige Situation entsetzt ist, nein, wir hinterfragen kritisch und streben danach, die Wahrheit zu finden. Wir setzen alles daran, unserer Prinzipien und Standpunkte durchzusetzen, und unsere Projekte wahr werden zu lassen.

Forderungen des Green Teams

Mit dem Trend einer wärmer werdenden Erde geht unmittelbar ein Penchant von jungen zielbewussten Schülern des BG. St. Veits, für die Rettung des Klimas, einher. Das Green Team hat mit ihrer weltoffenen und aufgeklärten Einstellung den Klimawandeln auch in unserer Schule zum Thema gemacht. Ausgehend von ihrer wachsenden Unterstützergruppe werden auch Forderungen an unsere Schulleitung zur Umsetzung einer klimabewussten und klimafreundlichen Schulhaltung gefordert.

  • Ersteres Plädieren wir für einen freidenkerischen Unterricht, der mehr zu der aktuellen Thematik aufklärt
  • Zweitens hoffen wir auf die Umstellung zu einer nachhaltigeren, ökologischen Güte der Mahlzeiten in unserer Kantine
  • Projekte, wie die Umgestaltung unseres Schulpausenhofes:
    • Blumenwiese
    • Bienenstöcke
    • Aktive Belebung mit verlockender Ausstattung wie Tischtennistischen
    • Schafe als Mähdrescher Alternative
  • Kunstprojekt zur Faszination weiterer Schüler für die Klimakrise

Wir, das Green Team, sind nicht nur von unserem Bestreben überzeugt, sondern sind auch im Sinne der Unterstützung und Umsetzung als Tatkräftige an Ort und Stelle.

Maximilian Jantscher

Es gibt großartige Neuigkeiten: Wir haben eine Schülerzeitung!

Viele von euch haben das vielleicht schon am Rande mitbekommen, aber jetzt ist es offiziell! Wir beginnen endlich mit der „Projektil

Doch wer sind eigentlich wir? Wir sind 7 motivierten Schüler/innen. Geführt wird die Zeitung von mir, Teresa Nagele. Zusammen mit meinem Vize, Dominik Paskoli, unserem Techniker Matthias Ogris und den Redakteuren Elisa Fuchs, Anja Mick, Emina Serdarevic, Maximilian Jantscher und Aida Dzindic werden wir großartige Artikel herausbringen.

Unser Motto ist: „Je mehr, desto besser“! Deswegen steht das wir auch für uns alle! Du hast im Deutschunterricht einen richtig guten Artikel geschrieben, schreibst gerne Kurzgeschichten oder machst gerne Comics? Dann schreib uns gerne unter sz@gymstveit.at!

Übrigens haben wir uns dazu entschlossen, die Zeitung in das 21. Jahrhundert zu bringen und sie online zu veröffentlichen. So habt ihr jederzeit bequem Zugriff auf all unsere Artikel und wir können auch noch Geld und Ressourcen sparen!

Ein- bis zweimal im Monat wird ein neuer Beitrag gepostet, immer am 1. und wahlweise am 15. Wir freuen uns schon! 😉

Dann kann ich nur mehr sagen: Viel Spaß beim Lesen!

 

PS: Bei uns wird so gegendert, wie die RedatuerInnen es für passend halten. Keiner sollte sich ausgeschlossen oder diskrimminiert fühlen!